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Port Elizabeth

Geografische Lage
Kontinent:Afrika
Staat:Südafrika
Provinz:Ostkap
Distrikt:Nelson Mandela Bay
Daten & Fakten
Höhenlage:0-60 m ü. NN
Fläche:1845 km²
Küste:16 km
Einwohnerzahl:1244900
Gründungsjahr:1820
Flughafen:Port Elizabeth Airport

Gqebera – Ausgangslage

21. Juni 2018 : | Geschrieben von

Die Geschichte Walmers ist eine besondere. Im Jahr 1898 wurde der Nicht- Weiβe Teil der Bevölkerung an den Rand der Städte gedrängt. Der Grund dafür war die Erweiterung des weißen Suburbs und die damit einhergehende Räumung der “schwarzen” Wohngegend. Allerdings wehrten sich Walmers Bewohner und wurden dabei sogar von einem Großteil der Weißen Bevölkerung unterstützt. Auch wenn die Weißen aufgrund eigener Interessen handelten (Angestellte näher bei sich, was Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit & Co. eher garantierte), trug es dazu bei, dass  sich in den Folgejahren eine bunte Bewohnerschaft  ansiedelte. Gqebera, besser bekannt als Walmer Township, wuchs. Heute ist Walmer ein Ort an dem schwarze Südafrikaner mit Menschen aus Zimbabwe, Nigeria, Somalia und sogar einige weiße Familien leben.

Trotz seiner außergewöhnlichen Vergangenheit bleibt Walmer eine der ärmsten Nachbarschaften in der Ostkap- Region mit einer Einwohnerzahl von 70.000 Menschen (vermutlich wesentlich höher). Viele Familien wohnen in selbstgebauten Shacks oder Häusern ohne fließendes Wasser und sanitären Anlagen. Es ist nicht ungewöhnlich, dass ein Kind als Waise bei seinen Großeltern, der Tante oder einer anderen Familie aufwächst. Eine hohe HIV- und Aids Rate, Alkohol- und Drogenmissbrauch und Teenagerschwangerschaften können Gründe dafür sein. Dies wiederum resultiert sehr oft aus einem geringen Einkommen; Armut. 23 Millionen Südafrikaner verdienen im Monat weniger als 400 Rand (knapp 27Euro). Dabei hat die “arme Bevölkerungsgruppe” in 80% der Fälle aufgrund ihres Bildungsniveaus ein so geringes Einkommen, bzw. gar kein Einkommen.
Tests des National School Effectiveness Study (NSES) aus dem Jahr 2011 zeigen Erschütterndes.  Schüler der fünften Klasse einer Township/ ländlichen Schule schnitten schlechter ab, als Schüler der dritten Klasse an einer historisch “weißen” Schule. Sprich, schon in der Grundschule hängen die Kinder ihren Altersgenossen um 2 Jahre hinterher. Von 100 Schülern, die im Jahr 2004 mit der Schule begonnen haben, schaffen es 56 in die 12. Klasse. 13 von ihnen bestehen die finalen Prüfungen. Allerdings sind die Ergebnisse von nur 2 Schülern gut genug, um sich für die Unversitäten zu bewerben.
Es fehlt an Unterrichtsmaterial, Klassenräume sind nicht ausreichend ausgestattet und überfüllt – es fehlt an Lehrkräften. Im gesamten Walmer Township gibt  es nur 2 Grundschulen und eine weiterführende Highschool.

Außerschulische Angebote, also physische und kreative Betätigungen wie Sport, Kunst, Journalismus und mehr gibt es kaum. Wie soll man nun einem Alltag, – der bei dem Einen mehr als bei einem Anderen-  durch Armut und dessen Folgen geprägt ist, entkommen? Negative Einflüsse wie Gangbildung, eine höhere Bereitschaft von Gewalt, Kriminalität, Drogen- und Alkoholmissbrauch stoßen dort schnell auf Gehör.

Inzwischen werden immer mehr Menschen und vor allem Organisationen aktiv, so auch Masifunde.Wer mehr über unsere Arbeit und die verschiedenen Bereiche Masifundes erfahren möchte, findet hier die passenden Informationen: www.masifunde.org

 

 


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