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Port Elizabeth

Geografische Lage
Kontinent:Afrika
Staat:Südafrika
Provinz:Ostkap
Distrikt:Nelson Mandela Bay
Daten & Fakten
Höhenlage:0-60 m ü. NN
Fläche:1845 km²
Küste:16 km
Einwohnerzahl:1244900
Gründungsjahr:1820
Flughafen:Port Elizabeth Airport

Umgewöhnung!

5. Oktober 2011 : | Geschrieben von

Nach einer Woche nun der nächste Bericht!

Zum Einen: Einen lieben Gruß an euch alle!
Zum Anderen: Herzlichen Dank für eure Rückmeldungen! So macht Bloggen Spaß!

In den vergangenen Tagen hat sich einiges getan..

Ich gehe nicht unbedingt chronologisch vor, warum auch?!

Eingang Boardwalk, gegenüber vom Strand. Mit vielen kleinen Läden, gerne von Touristen besucht und fehlt in keinem Reiseführer

Eingang Boardwalk, gegenüber vom Strand. Mit vielen kleinen Läden, gerne von Touristen besucht und fehlt in keinem Reiseführer


Am Wochenende war es endlich soweit: Ich habe den Strand von PE gesehen! Sind mehrere Kilometer, die man da abwandern kann, meine Muskeln haben sich am nächsten Tag bei mir dafür beschwert. Aber gelohnt hat es sich. Schöner Stadtstrand mit Promenade. Viele Cafés, Restaurants, Touri-Shops natürlich auch. Ich war recht übermütig, bin im Wasser rumgestpft, hier Foto, da Foto, „huiii, da will ich auch hin“ – und zack – hab mir an einem kleinen Felsen die Fußsohle aufgeschlitzt. Wußten wir doch alle schon vorher, dass das passieren wird! Aber meinem Spaß am Strand war es nicht abträglich 🙂 Hab Muscheln gesammelt, Steine natürlich auch und sogar ne fette getrocknete Koralle gefunden. Alles rein in den Rucksack!

Ein weiteres Abenteuer erlebten wir neuen Praktikanten am Mittwoch. Da wir auf der Suche nach einem Auto sind, haben wir alle Fühler ausgestreckt. Leider sind Autos hier unfassbar teuer, und unser Budget ist da schon fast lachhaft. Nun, für Mittwoch abend hatten wir unseren ersten Besichtigungstermin. Alles nicht so einfach, immerhin haben wir grad keine Karre, so dass wir darauf angewiesen sind, dass die Herrschaften, die gerne ihr Auto verkaufen möchten, in unsere Nähe gefahren kommen müssen.
Alles kein Ding, halb sieben abends auf dem Parkplatz von „Walmer’s Park“ – ein Shopping-Center (schöne Geschäfte, Kino, Restaurants, gesicherte Geldautomaten etc..) So weit, so gut. Wir waren zu früh da – so sinds wir Deutschen eben. Nach einer dreiviertel Stunde wars ja dann auch endlich halb sieben. Kein weißer Mazda Baujahr 1997 mit Spoiler zu sehen. Auch um viertel vor nicht. KALT. DUNKEL. Um sieben Uhr dann mal ein kurzer Anruf, und wir wurden erlöst: „Soooorry, aufm Weg ins Krankenhaus, kann nicht kommen. Lasst mal morgen treffen.“ Mhhhh. Aber am nächsten und auch übernächten Tag bekamen wir den 97er Mazda nicht zu Gesicht. Erst am Samstag haute es endlich mal hin. Nach einer kurzen Inspektion von halb Planlosen rief unser Chef kurz seinen Schwager an. Ein wahrer Profi, ist seine Berufung doch KFZ-Mechaniker, der einfach nur folgendes sagte: „ Are you crazy?! You‘ re buying 40 problems!“ Na guuuuut, dann eben nicht! Fazit: Wer von einem Auto weiß, dass in PE verkauft wird und unter 20 000 Rand (2000 €) kostet, der möge sich doch bitte bei uns melden!

mein Zimmer! Klein, mit Gittern vorm Fenster (wichtig!!) und fein

mein Zimmer! Klein, mit Gittern vorm Fenster (wichtig!!) und fein


Ansonsten, liebe Leser, kann ich endlich sagen: Ich bin eingezogen!
Am Ende der Woche habe ich mein Zimmer bezogen, geputzt und geschmückt. Tags zuvor waren wir bei Summerstrand in einer Touristeninformationstelle. Dort hatte ich mich mit Infobroschüren, Flyers, Umgebungskarten und Sonstigem eingedeckt. Zwei Karten von PE wurden ausgewählt und dürfen nun meine Wand dekorieren. Nebst ein paar Fotos von meinen Lieben aus Deutschland (Das kann gerne als eine Aufforderung verstanden werden, mir mehr Fotos von euch zu schicken! Wenn ihr darauf schön ausseht, kommt ihr auch an meine Wand. Hehe)

Derweil dachte sich wohl das Wetter: „Ich werd mal scheiße“. Es war ab Samstag NUR am regnen. Aber wie! Es regnete teilweise waagrecht, so sehr fegte der Wind noch dazu. Der Reiseführer, der meinte, ab Oktober werde es Sommer, hat ganz schön geflunkert..
Zur Mitte der Woche hin hat sich das Wetter aber schon wieder etwas gebessert, jetzt kommt schon wieder schön die Sonne raus. Natürlich nicht zu vergleichen mit dem tollen Wetter, das ihr momentan habt! Es ist noch nicht soooo warm, wir bewegen uns hier bei um die 20° C rum.

Ahhhja, zum Thema Umgebungskarten: Ist wohl echt besser, wenn ich mich schnellstmöglich darum bemühe, mich hier auszukennen, denn: Am Montagmorgen musste ich alleine zur Arbeit laufen, die anderen hatten sich einen Magen-Darm-Infekt eingefangen. Der Weg geht erstmal durchs Township, und genau dort hab ich mich dann erstmal schööön verlaufen. War alles nicht so tragisch, als ich mir und vor allem die Gegend mir komisch vorkam, bin ich schnell zum Haus zurück gelaufen und hab meine Leutz dann nochmal nach den Weg gefragt. Witzig fand ich, dass ich, während meiner ganzen Umher-Irrerei, von einer Frau beobachtet wurde. Sie stand in ihrer Eingangstür. Als ich dann mal wieder an ihr vorbei gelatscht kam, fragte sie mich: „Lady? Did you get lost??!“ und ich so: „Nö.“ Hehe!

Lagerfeuer!

Lagerfeuer!


Dass ich eingezogen bin bedeutet gleichzeitig, dass es für die alte Praktikantengeneration Abschied nehmen heißt. Bereits vergangenen Freitag reiste die erste Person ab. Also trafen wir uns am Donnerstag abend nach Feierabend hinten im Garten des Büros und starteten mal wieder einen Braai. Als es dann richtig dunkel war, entfachten wir noch zusätzlich ein dickes fettes Lagerfeuer. Klasse wars! Es wurden herzliche Abschiedsworte gesprochen, das Essen war mal wieder hamma-lecka und die Musik – afrikanische House-Music – war auch super. Nur leider leider, um eine Minute nach 22 Uhr war der ganze Spaß vorbei. Warum?? Ei, der Nachbar blökte uns sehr aggresiv über die Gartenmauer an. Den O-Ton werde ich hier nicht verwenden, dafür war der rassistische Unterton zu arg, aber er „bat uns, leise zu sein“.

Ja, so aufregend ists hier für mich grad. Ich bin pausenlos beschäftigt, manchmal weiß ich gar nicht recht mit was, im Zweifel immer mit der Kulturarbeit. Es ist schon einiges anders hier, das schafft ganz schön. Dazu kommt, dass es um sieben Uhr dunkel ist, um acht Uhr abends hat man dann das Gefühl, es sei nacht und es sei Zeit für’s Bett. Bisher stehe ich da gnadenlos drüber und penne dann über meinem Buch um neun Uhr ein. Nach zarten 10 Stunden bin ich um sieben Uhr morgens wach und weiß nicht wohin mit mir. Ihr seht, ’s Leben kann richtig hart sein..

Wie steht’s denn mit euch? Habt ihr gezielte Fragen, die ich euch beabtworten kann? Möchtet ihr etwas bestimmtes über PE, SA, oder über z.B. Kulturelles Wissen?


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4 Kommentare zu “Umgewöhnung!”

  1. Christoph schrieb am 7. Oktober 2011 um 10:04 Uhr:

    lass doch mal hören was eigentlich dein job dort unten ist? Was machst du da wenn du dir nicht gerade die Füsse aufschlitzt oder dich verläufsts? 😉


  2. Sanni schrieb am 5. Oktober 2011 um 19:49 Uhr:

    Jaha, wozu denn die Gitter? Nur gegen andere Menschen oder rennen da auch mal ganz gerne Nashörner die Bude ein?
    Glückwunsch zu deiner überstandenen Wanderschaft. Ich darf ja nicht mal alleine durch unser Viertel. ^^


  3. Sindy schrieb am 5. Oktober 2011 um 17:48 Uhr:

    Hey,
    es macht richtig Spaß wieder von dir zu lesen. Ich beneide dich um deine Erfahrungen. Beschreibe doch das nächste Mal wie dein Township aussieht, wie sehen die Häuser aus, was leben dort für Menschen. Eben alles ethnologisch relevante 😉


  4. Angie Arnold schrieb am 5. Oktober 2011 um 16:05 Uhr:

    Hi Tochter,
    Scheint richtig cool zu sein in SE…hoffentlich geht alles gut weiter, wir denken oft an Dich…und lieben deine Schilderungen. Keine fragen soweit…ly Mom and Peter


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