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Port Elizabeth

Geografische Lage
Kontinent:Afrika
Staat:Südafrika
Provinz:Ostkap
Distrikt:Nelson Mandela Bay
Daten & Fakten
Höhenlage:0-60 m ü. NN
Fläche:1845 km²
Küste:16 km
Einwohnerzahl:1244900
Gründungsjahr:1820
Flughafen:Port Elizabeth Airport

Transport in Suedafrika – Do’s & Dont’s

30. März 2017 : | Geschrieben von

Es gibt viele Gründe, warum man sich kein Auto mietet, wenn man nach Südafrika kommt: Man hat Angst im Linksverkehr unterzugehen, Angst vor dem enormen Stadtverkehr oder keinen Führerschein. Doch wenn man nach Südafrika kommt, braucht man nicht unbedingt ein Auto, man kann auch gut ohne Auto zurechtkommen. Ich für meinen Teil kann mir noch kein Auto mieten bzw. nur zu utopischen Preisen, da ich meinen Führerschein noch nicht lang genug habe und für manche Autovermietungen einfach noch zu jung bin. Daher musste ich mich in Kapstadt und Johannesburg ohne Auto zu Recht finden und glaube, ich habe ziemlich gute Wege gefunden:

Da viele Südafrikaner, gerade aus dem Township, selber kein eigenes Auto haben, sind alternative Transportwege ein sehr großes Thema. Eigentlich in jeder Stadt, in der ich bisher war, gab es mindestens die Minibustaxis, „normale“ Taxis und Uber. Minibustaxis sind kleine Buse, meistens ein Toyata Quantum, die keinem festen Zeitplan folgen sondern in regelmäßigen Abständen ein bestimmtes Ziel anfahren. Dieses Ziel schreien sie dann lauthals hinaus und jeder der zu diesem Ziel möchte bzw. zu einer Stelle auf dem Weg, kann reinhüpfen. In Port Elizabeth kosten die meisten Fahrten 10 Rand, längere fahrten z.B. nach Motherwell aber mehr. Die „normalen“ Taxis sind ähnlich wie die deutschen Taxis, es gibt zum einen die privat Taxis, Leute die ein Taxischild auf ihr Auto setzen und dann Taxifahrer sind, zum anderen die Taxiunternehmen welche meistens eine Flotte von Taxifahrern haben welche einen auf Anruf aufnehmen. Bei den Taxis gibt es aber kein Taxometer, der Preis muss vorher ausgehandelt werden. Kleiner Tipp: wenn der Endpreis ungefähr die Hälfte des Anfangspreises des Taxifahrers ist, habt ihr einen guten Preis ausgehandelt.

Ich für meinen Teil bevorzuge jedoch immer einen Uber gegenüber den Taxifahrern, aus verschiedenen Gründen. Uber ist eine Firma aus Amerika die über eine App eine Taxivermittlung anbietet. Der entscheidende Vorteil ist, dass der Fahrtpreis zum einen schon vorher berechnet wird und man zum anderen aus der App heraus seine Fahrten auch gleich von der Kreditkarte abbuchen lassen kann. Die Preise sind sehr fair, oftmals sogar billiger als ein „normales“ Taxi und durch die App bekommt man vor Fahrtantritt den Namen, die Telefonnummer und das Kennzeichen des Fahrers, Uber hat darüber hinaus noch mehr Informationen über den Fahrer, einen Uber zu verwenden ist also sehr sicher und daher meistens mein bevorzugtes Transportmittel.

In Kapstadt gibt es zusätzlich zu den oben genannten Transportmitteln noch den Zug und den MyCiti Bus. Vom Zug rate ich jedem unbedingt ab, er ist zwar überaus Preiswert aber mit dem Geld, dass einem im Zug mit ziemlicher Sicherheit abgezogen wird, kann man sich auch gleich einen Uber leisten. Ich selber bin einmal mit dem Zug gefahren, nur 3 Stationen und in einer Gruppe von vier anderen Freiwilligen und habe mich in ganz Südafrika noch nie so unsicher gefühlt wie in diesen 10 Minuten im Zug. Der MyCiti Bus ist ein Netz aus sehr modernen Busen welche Preiswert sind, sicher und auch sehr pünktlich. Bis man den MyCiti Bus jedoch zum ersten Mal nutzen kann,  muss man zuerst eine kreditkarten ähnliche Bus Karte kaufen die man dann mit Geld auflädt. Diese gibt es jedoch nicht an jeder Bushaltestelle sondern nur an speziellen Kiosken zu kaufen. Übrigens: Wenn man vom Flughafen kommt, kann man auch den MyCiti Bus nehmen und benötigt nicht die Busfahrkarte sondern bekommt eine einmal Fahrkarte.

In Johannesburg gibt es zum einen die Gautengtrain zum anderen den Rea Vaya Stadtbus. Der Stadtbus ist sehr ähnlich wie der MyCiti Bus in Kapstadt, sehr modern, pünktlich und  sicher  mit dem einzigen Unterschied, es gibt zwar auch eine kreidtkarten ähnliche Busfahrkarte, diese ist aber nicht verpflichtend, man kann auch einfach ein Ticket beim Fahrer holen. Der Bus ist sehr Preiswert und gerade auf längeren Strecken deutlich billiger als ein Uber. Die Gautengtrain ist ein moderner Hochgeschwindigkeitszug, welcher zur WM 2010 gebaut wurde und Johannesburg, Pretoria sowie den Flughafen miteinander verbinden soll. Die Preise sind sehr fair und gerade für lange Strecken wie Johannesburg nach Pretoria zeitlich unschlagbar. Ich selber bin mit der Gautengtrain leider noch nicht gefahren, habe aber von anderen Freiwilligen nur das Beste gehört.

Noch ein letzter Tipp oder besser gesagt eine letzte Bitte am Schluss, sobald es dunkel ist würde ich jegliche öffentliche Transportmittel vermeiden und lieber immer auf Nummer sicher gehen und einen Uber nehmen. Gerade für uns Deutsche mit dem Euro als Währung ist so eine Uberfahrt durchaus Preiswert und bei Nacht fahren zum einen viele Busse und Bahnen nicht mehr, zum anderen werden die Haltestellen sehr unheimlich und zum Teil auch gefährlich!


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Ein Kommentar zu “Transport in Suedafrika – Do’s & Dont’s”

  1. Tobias schrieb am 30. März 2017 um 20:07 Uhr:

    Guter Überblick! Erwähnenswert sind noch die zahlreichen meist komfortablen Überlandbusse, die die Städte miteinander verbinden. Hier kann man auch sehr preiswerte Tickets bekommen. Auf dem Land gibt es auch die Minibustaxis. Nur kommen die Mitfahrgelegenheiten noch hinzu. Es ist üblich, sich an den Straßenrand zu stellen und zu zeigen, in welche Richtung man möchte. Teilweise gibt es noch andere Handzeichen, zum Beispiel wenn man in die nächstgrößte Stadt möchte. Meistens dauert es nicht lange und man wird mitgenommen, auch mal ohne Geld. Jedoch sind die Minibusse in punkto Sicherheit besser.


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