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Port Elizabeth

Geografische Lage
Kontinent:Afrika
Staat:Südafrika
Provinz:Ostkap
Distrikt:Nelson Mandela Bay
Daten & Fakten
Höhenlage:0-60 m ü. NN
Fläche:1845 km²
Küste:16 km
Einwohnerzahl:1244900
Gründungsjahr:1820
Flughafen:Port Elizabeth Airport

Süß, fettig, bunt und lecker :)

26. November 2012 : | Geschrieben von

Hallo ihr Lieben,

 

zunächst einen schönen Gruß von der vierten im Bunde, der Vivi – das bin ich :)! Heute geht es um ein ganz besonders schönes Thema – ums Essen 🙂 Schonmal als Vorabinformation – bereits nach zwei Monaten habe ich knapp 1/10 meines Originalgewichts mehr auf den Rippen – die Frage, wie sowas passieren kann, wird sich denke ich im Laufe des Eintrags schnell klären 🙂

Typisch Südafrika

Süßer, fettiger, bunter und fleischlastiger – also köstlich oder wie die Kleine von Zanele sagen würde „marvellous“ – so würde ich nach zwei Monaten Aufenthalt meinen Eindruck von südafrikanischem Essen im Vergleich zu dem Essen, was ich von zu Hause gewohnt bin, beschreiben 🙂  Wie ich darauf komme ? Hier die für mich typischsten Beispiele aus dem Alltag…

Süßer – Kaffeevergleich

Morgens eine Tasse Kaffee, die hilft beim Wachwerden und hält einen warm – dass das etwas Wunderbares ist, darüber sind wir uns hier im Office alle einig – interessant wird es bei der Bemessung des Zuckers 🙂 Wir Freiwilligen schwanken (noch) zwischen 0- 1 ½ Löffeln Zucker, wohingegen die Kollegen sich zwischen 6-8 Löffeln Zucker bewegen :). Aber: man adaptiert – auch ich bin neuerdings ganz überzeugt davon, dass der Kaffee, den ich sonst immer ohne Zucker getrunken habe, mit mindestens einem Löffel Zucker eigentlich doch viel besser schmeckt 🙂

Fettiger – Fatkook

Direkt am allerersten Tag – um genau zu sein in der ersten Stunde – meines Aufenthalts hier bin ich in den Genuss von einem Mince-Fatkook gekommen. Ich muss sagen: wenn ich nicht wüsste, dass das Geld nicht reicht um sich hier alle paar Wochen neue, größere Klamotten zu kaufen, würde ich Fatkook jeden Tag essen – einfach yammi, und wahnsinnig günstig!! Fatkook ist im Grunde frittierter Teig, den man einfach nur so oder aber auch mit Mince (Hackfleisch)-Füllung essen kann. Einfach superlecker 🙂

Bunter – Rainbow-Tea-kuchen

An einem der ersten Wochenenden waren wir beim Rainbow-Tea, einer von den Studenten der NNMU organisierten Charity-Veranstaltung für Masifunde, und der Kuchen war ein absolutes Kunstwerk. Riesig, süß und vor allem – knallbunt 🙂 Der Teig war pink, braun und gelb (und damit meine ich wirklich Pink, nicht leicht rosa ;)) und das Icing erstrahlte in den buntesten Farben, unter anderem knallblau und rosa – nicht zu vergessen: der komplette Kuchen hat in allen erdenklichen Farben geglitzert 😀 Also ein absolutes Highlight 🙂 Doch nicht nur bei Desserts fällt einem die Farbenpracht immer wieder auf, auch die Getränkeregale im Supermarkt leuchten in den buntesten Farben 🙂

Fleischlastiger – Braai

Zu dem Stichpunkt fällt mir zunächst unser Ausflug nach Hobbiton ein (3 Kollegen, sowie zwei von uns Frewilligen), bei dem meine vegetarische Mitfreiwillige unsere Snacks zubereitet hat und zugegeben sehr leckere, allerdings vegetarische, Sandwiches vorbereitet hat. Nach anfänglicher Vorfreude und dem ersten herzhaften Biss kam die Ernüchterung und das erste was man hörte war: „Hmm oh there is no meat on my sandwich :(“ 😀

Zum anderen fällt einem zu Fleisch natürlich direkt Braai ein: Südafrikanisches grillen. Gebraait wird hier immer – das wurde uns eindrucksvoll bewiesen, als wir vor ein paar Wochen in strömendem Regen durchs Township gefahren sind, durch meterhohe Pfützen und doch tatsächlich Leute entdeckt haben, die gebraait haben. Bei dem Regen ein Feuer anzubekommen ist wahre Kunst!!! Was ist der Unterschied zwischen Grillen und Braaien? Zunächst die typische Form eines Braais; dann gibt es einen Braaimaster, dem nicht ins Werk gepfuscht wird; alles mitgebrachte Essen wird geteilt und man wartet bis alles fertig gebraait ist, bevor mit dem Essen begonnen wird :). Das kann unter Umständen seeehr lange dauern (an dieser Stelle möchte ich mein Mitgefühl den Gästen des Regen-braaiers von letztens aussprechen :)).

Pork-head, Cowslaughtery & Chickenfeet – alles kulinarische Erlebnisse an denen ich hier in Südafrika noch nicht teilhaben durfte, deswegen soll es nicht unerwähnt bleiben, aber auch nicht weiter ausgeführt werden. Es wird auf jedenfall auch noch Eintrag Essen Nummer 2 geben mit Pap, African Salad und anderen kulinarischen Besonderheiten 🙂

Typisch P.E

Nun zu P.E: Was hat denn die Stadt am Meer so alles an Schlemmerstübchen zu bieten?! – Hier eine kleine Beschreibung unser liebsten Restaurants und unserer schlimmsten Erfahrung.

„Boccadillos“

wunderbares , kleines Cafe in dem es die besten Kuchen auf diesem Planeten gibt. Deswegen ist Donnerstag bei uns nun Kuchentag – gut, heute ist Montag und Laura und ich hatten auch heute schon Kuchen von Boccadillos 😀 – eine Woche ohne diesen Kuchen ist einfach zu lang 🙂

„Oceans 11“

ein süßes kleines Fischrestaurant neben dem Boccadillos wo es für unschlagbare 35 Rand ein riesiges Hakefillet mit Pommes und Salat gibt und das dazu ganz frisch und einfach köstlich 🙂

„Der Äthiopier“

ein „Restaurant“ hinter einem kleinen Shop. Von aussen absolut unscheinbar, aber fantastisches Essen. Es gibt immer dasselbe und es ist immer köstlich – auch hier für nur 40 Rand pro Person.

„Charlies“

– beste Pizza in Town. Dort waren wir bisher leider nur einmal, da es recht teuer ist. Nachdem wir dieses Wochende allerdings erfahren haben, dass es Dienstags Pizza zum halben Preis gibt, wird wohl ab jetzt Dienstag Pizzatag sein 🙂

Shugar

schlechtestes Restaurant in dem ich jemals gewesen bin 😀 Zunächst mussten wir beim Bestellen feststellen, dass man ein Gericht nicht unbedingt bekommen kann, nur weil es das Gericht auf die Menükarte geschafft hat. Zum einen weil die Hälfte der Gerichte „grade nicht verfügbar“ waren und zum anderen weil die andere Hälfte, die verfügbar war, doch noch genug Spielraum gelassen hat, sodass die Kellnerin (die sich alles, was wir bestellt hatten, feinsäuberlich aufgeschrieben hatte) bei jedem mindestens eins (Getränk, Beilage oder Hauptgericht) der bestellten Speisen mit einem anderen verwechselt hatte. Nachdem wir dann endlich die bestellten Gerichte bekommen hatten und schon bei dem Anblick eigentlich doch keine Lust mehr hatten zu essen, hat es auch tatsächlich auch so geschmeckt wie es ausgesehen hat. Zur Krönung des Abends hat uns die Kellnerin dann verkündet, dass wir die Shisha, über die wir mal laut nachgedacht, aber weder jemals bestellt noch bekommen haben, bezahlen müssen 🙂 Ein rundum herrlicher Abend  🙂

 

Typisch Wir

Und was ist typisch für uns vier ? Zum einen, dass wir alle eine ausgeprägte Leidenschaft zum guten Essen oder essen im allgemeinen besitzen und zum anderen, dass wir immer gemeinsam kochen 🙂 Was es bei uns so gibt lest ihr jetzt:

In der Woche

Für morgens sind wir uns alle einig: Chocolate Chip Raisin ist da beste Müsli-Frühstück ever – das kann man bei Checkers kaufen und es ist immer viel zu schnell alle :(. Mittags gibt es meistens Nudeln oder Reis mit Gemüse und Soße. Abends gewöhnlich Salat mit Feta und Brot mit Avocado – die Avocado ist sowieso die Frucht unseres Freiwilligen Jahres – es gibt nur wenig Mahlzeiten, die wir hier nicht mit Avocado anreichern 🙂 Ist hier auch so wunderbar günstig und schmeckt einfach toll.

Am Wochenende

Morgens nach dem Strand gibt es meistens ein ausgedehntes Frühstück mit Kaffee, Tee, Brot, Rührei, Obstsalat mit Zimt, French Toast, Humus und natürlich Avocado – einfach unschlagbar und der beste Start in den entspannten Tag 🙂 Der Obstsalat ist hier übrigens der Hammer, weil hier aus irgendeinem Grund das Obst einfach intensiver/besser schmeckt :). Abends oder mittags gibt’s dann Reste-essen oder auch mal einen Burger bei Steers oder ein Mahl in einem der netten kleinen Restaurant von denen ich bereits erzählt habe – ausser dem Shugar natürlich :D.

Hier verabschiede ich mich von euch und hoffe ihr hattet Spaß beim Lesen und habt vielleicht auch ein wenig Hunger bekommen 🙂 wir gehen jetzt nach Hause – und essen !! Guten Appetit 🙂


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