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Port Elizabeth

Geografische Lage
Kontinent:Afrika
Staat:Südafrika
Provinz:Ostkap
Distrikt:Nelson Mandela Bay
Daten & Fakten
Höhenlage:0-60 m ü. NN
Fläche:1845 km²
Küste:16 km
Einwohnerzahl:1244900
Gründungsjahr:1820
Flughafen:Port Elizabeth Airport

Südafrika ist grün

4. Dezember 2012 : | Geschrieben von

Nein, weder die politische Orientierung, noch der Einsatz für Recycling sind hier gemeint. Es geht um die pure Natur! Wiesen, Wälder, Berge. Südafrika ist grün!

Für zwei Wochen habe ich P.E. den Rücken gekehrt und fahre mit meinem Freund Stephan die Ostküste Richtung Norden entlang. Chintsa, Coffee Bay, Port St. Johns, Drakensberge: Wir haben viel gesehen und doch nur einen kleinen Teil des riesigen Südafrikas erkundet. Übernachtet haben wir in Backpackern – so werden hier die Hostels genannt. Die meisten Backpacker liegen sehr idyllisch und bieten alle Zimmerkategorien zu vernünftigen Preisen an. Frühstück, Mittag- und Abendessen ist meistens sehr lecker – vom indischen Buffet bis zu Schweinefilet mit Butternutkürbis, jammi! Aber jeder Backpacker bietet auch Kochgelegenheiten, in denen sich viele Weltreisende ihre Haferflocken zubereiten.

Unser erster Stopp nach P.E. war Chintsa. Der Bucaneers Backpacker liegt dort am Hang zwischen grünem Dschungel. Vom Zimmer bis zur Frühstücksterrasse: Von überall hat man einen fantastischen Blick über den Strand der in einer Bucht liegt. Zum Frühstück gab es echten Filterkaffee (eine Seltenheit in Südafrika) und selbstgemachten Joghurt mit Früchten und Müsli. Chintsa war unser persönliches Highlight. Dieser friedliche Ort ist zwar klein, aber das Paradies schlechthin! Die Ruhe, die traumhafte Aussicht – einfach perfekt. Auch der Surfkurs war klasse. Ich falle zwar immer noch fast bei jeder Welle vom Brett, aber dafür konnte Stephan seine Münchner Eisbach-erprobten Surfkenntnisse weiter ausbauen 🙂

Blick vom Zimmer auf den Strand in Chintsa

Blick vom Zimmer auf den Strand in Chintsa

Müsli mit traumhafter Aussicht

Müsli mit traumhafter Aussicht

 

Von Chintsa gings nach Coffee Bay

Ein noch kleineres Dorf als Chintsa. Um nach Coffee Bay zu kommen mussten wir zunächst etwa 100.000 Schlaglöcher umfahren. Der Backpacker dort ist Coffee Shack, nahe dem Strand und mit sehr sauberen Gemeinschafts-Bädern! Wir haben eine Wanderung zu Hole in the Wall gemacht, einer Klippe mit einem großen Loch, durch das die Wellen tosen. Hier erlebt man die wahre „Wild Coast“. Hohe Klippen und ein raues Meer, aber ein wunderbarer Blick machen die Küste sehenswert.

Wild Coast nahe Coffee Bay

Wild Coast nahe Coffee Bay

Gleich weiter nach Port St. Johns

Leider waren wir nur eine Nacht dort, danach gings nach Port St. Johns. Ein weiteres Dorf an der Küste. Etwas größer als Coffee Bay, aber auch etwas hässlicher. Im Jungle Monkey Backpacker hatten wir leider Pech. Wir hatten ein Zimmer mit eigenem Bad gebucht und wurden dafür ins Gartenhaus abgeschoben, das sehr ungepflegt und von Geckos bevölkert war. Abends an der Bar bedienten sehr verstrahlte Gestalten, die lieber ihren Wishky-Cola in sich reinschütteten, als freundlich zu bedienen.

Dafür haben wir eine sehr nette Wanderung durch den Dschungel auf einen Hausberg vor Port St. Johns gemacht. Unser Guide hat uns den Weg durch mehrere Spinnennetze freigemacht indem er behutsam jede Spinne an den nächsten Ast setzte. „Ich fürchte die Tiere nicht, aber ich respektiere sie“, ist sein Motto. Eine Spinne wird Kite-spider genannt, da sie auf dem Rücken eine Art Gleitsegel hat, mit dem sie springen und gleiten kann.

Die nördlichen Drakensberge

Nach unruhigen Nächten in Port St. Johns beschlossen wir, den langen Weg zu den nördlichen Drakensbergen zu fahren. Die lange Fahrt hat sich gelohnt! Der Amphitheatre Lodge Backpacker liegt wunderschön im Nirgendwo mit Blick auf Wiesen und die Berge. Keine Zäune, keine Gitterstäbe. Der nächste Ort ist 20 Kilometer entfernt. Ein Freiraum, den ich in meiner Zeit im Township wahrlich vermisst habe. Ich sitze hier mit meinem Laptop auf der Terrasse und blicke in die weite Ferne. Der Besitzer des Backpackers weiß, wie man Geschäfte macht und wirbt gleich für seine Ausflüge und das Abendessen, das mit 100 Rand eher überteuert ist (in den anderen Backpackern bezahlten wir etwa 50-60 Rand). Schließlich haben wir uns für einen Ausflug überreden lassen und reisten mit einer Gruppe für einen Tag nach Lesotho.

Ein interessantes Land, über das man sehr wenig weiß, außer dass es eine Enklave in Südafrika und sehr arm ist. Der Trip ging über unasphaltierte Straßen zu einer lesothischen Schule, zu San-Malereien, dem Versuch selbst gebrauten Bieres und der Besuch einer Sangoma-Heilerin. Die aus Lehm und Kuhdung gebauten Rundhäuser haben keinen Strom und liegen sehr abgeschnitten von der Außenwelt. Handynetz gibt es keines. Die Landschaft sieht nicht anders aus als in den Schweizer Voralpen und doch herrscht hier eine angenehme Ruhe. Eine schöne Wanderung im höchstgelegenen Land der Welt. Jedoch muss ich dazusagen, dass wir nur einen kleinen Teil Lesothos besichtigt haben. Um einen Gesamteindruck des Landes zu bekommen, sollte man auch in die Hauptstadt fahren, was wir leider aus zeitlichen Gründen nicht geschafft haben.

Mittagspause in Lesotho

Mittagspause in Lesotho

Besotho - so heißen die Bewohner Lesothos

Besotho – so heißen die Bewohner Lesothos


Nördliche Drakensberge

Nördliche Drakensberge

Traumblick Richtung Drakensberge

Traumblick Richtung Drakensberge

Zurück nach Port Elizabeth

Nun ist der Urlaub fast vorbei, die nächsten Tage machen wir uns auf den Rückweg nach P.E. – immerhin 1000 Kilometer, das wollen wir auf jeden Fall mit Zwischenstopp machen. Von der Reise nehmen wir viele neue Eindrücke über Südafrika mit. Allerdings habe ich auch festgestellt, dass dieses Land riesig ist und wir erst einen kleinen Ausschnitt gesehen haben. Der nächste Trip ist bereits in Planung. Schon jetzt hat Südafrika zwei große neue Fans gewonnen.


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