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Port Elizabeth

Geografische Lage
Kontinent:Afrika
Staat:Südafrika
Provinz:Ostkap
Distrikt:Nelson Mandela Bay
Daten & Fakten
Höhenlage:0-60 m ü. NN
Fläche:1845 km²
Küste:16 km
Einwohnerzahl:1244900
Gründungsjahr:1820
Flughafen:Port Elizabeth Airport

„Nun sag, wie hast du’s mit der Religion?“

11. März 2013 : | Geschrieben von

Krippenspiel, Heilig Abend 1998: Ich, 10 Jahre jung, entzünde mich als Engel mit der Kerze in der Hand um Haaresbreite selbst – mein bisher prägendstes Kirchen-Ereignis. Vielleicht hielt Gott seine schützende Hand über mich und verhinderte so lebenslange Kahlheit. Vielleicht hatte ich auch einfach nur Glück.

Seitdem ist viel passiert, aber mit der Thematik Kirche und Glauben hatte ich mich nur noch sporadisch auseinandergesetzt… musste ich auch nicht.

Hier ist Gott überall. Und sehr häufig Thema. Es wird viel gebetet. Wir werden regelmäßig nach unserem Glauben gefragt, welche Kirche wir besuchen. Ich bekomme SMS mit dem Inhalt „God bless you.“ Man erklärt das Leben und den Tod. Dinge, die rationell nicht erklärbar sind.
Für mich war das anfangs sehr befremdlich. Ich mag Kontrolle und Unabhängigkeit, die Vorstellung, jemand anderes übernimmt die Macht über mein Leben, finde ich absurd und macht mir Angst. Andererseits wäre es auch beruhigend zu wissen, dass letzten Endes doch immer alles gut wird…
Auch Kirche hier ist anders. Zwar gleicht wohl keiner der anderen, auch reichen meine Erfahrungen bisher auch nicht, um wirklich handfest zu vergleichen, aber mit der Emotionalität, die an den Tag gelegt wird, können es wohl nur die wenigsten deutschen Gottesdienste aufnehmen.
Mir fällt es also schwer, mich zu positionieren: Kirche in Deutschland symbolisiert für mich immer noch das unhinterfragte Befolgen von Traditionen als das Ergründen von tieferen Inhalten des Glaubens. Ich kann nicht sagen, ob ich selbst im Glauben, der nicht erklärbar und vor allem nicht greifbar ist, Trost finden kann. Wohl aber tröstet es zu sehen, wie andere Menschen Kraft und Mut daraus ziehen können und auch in schweren Stunden die Hoffnung nicht verlieren.

Vielleicht geht es auch gar nicht darum, Geschehnisse tiefgründig erörtern und vernünftig erklären zu müssen. Wahrscheinlich lautet die Frage eher „Was WILL ich glauben, das mich die kleinen und vor allem großen Hürden des Alltags überstehen lässt?“

 


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