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Port Elizabeth

Geografische Lage
Kontinent:Afrika
Staat:Südafrika
Provinz:Ostkap
Distrikt:Nelson Mandela Bay
Daten & Fakten
Höhenlage:0-60 m ü. NN
Fläche:1845 km²
Küste:16 km
Einwohnerzahl:1244900
Gründungsjahr:1820
Flughafen:Port Elizabeth Airport

„Good old Germany“ sei mir gegrüßt!

27. September 2011 : | Geschrieben von

Ich startete am letzten Mittwoch und landete in PE* am Donnerstag. Knappe 20 Stunden unterwegs, aber eigentlich verging die Zeit wie im Flug (nettes Wortspiel..): Frankfurt – London, London – Johannesburg, Essen, Schlafen. Johannesburg – PE*. Done!

Port Elizabeth im Landeanflug

Port Elizabeth im Landeanflug


Huiii, und dann konnte ich endlich eine Zigarette rauchen, unter Palmen, in strahlendem Sonnenschein, in Südafrika.
Wir fuhren direkt zu unserem künftigen Zuhause, der Hani Street 88 im Walmer Township. Welche Eindrücke ich genau hatte, kann ich immernoch n icht recht sagen. Vielleicht: „WOW!“, „anders…“ und „los geht’s!“

Das war am Donnerstag. Abends gab es im Office einen Willkommens-Braai für uns, gleichzeitig feierten wir den Geburtstag von einem der Angestellten. Chicken, Salat, und eine Wurst, die auf jeden Fall an grobe Bratwurst erinnert, die Würzung allerdings den Unterschied macht. Nichtsdestotrotz: LECKA.

Am Freitag morgen wurden wir gegen 9 Uhr Zuhause abgeholt und wurden die nächsten 1,5 Stunden ein bisschen durchs Township geführt. Ziegen kreuzten unseren Weg, wir sprangen über Mega-Pfützen, da es die Tage vorher wohl sehr geregnet haben muss und die Abwasser-Kanäle all das Wasser nicht führen können. Gewaschene Wäsche an Wäscheleinen im Garten, neugierige Blicke, Kinder auf dem Weg in die Schule, kleine Horden von Kindern, die nicht in die Schule gehen und Schilder, auf denen für sichere Abtreibungen geworben wird – des Europäers liebste Klischees über Afrika, und dennoch Realität.

Mehr habe ich bisher nicht von meinem Township sehen können, denn schon wenige Stunden später fuhren wir neuen Pratikanten mit den alten Praktikanten weg. In den Urlaub sozusagen, hehe. Wir fuhren nach Chintsa, locker 350 km entfernt, an der Küste, der wilden Küste. Dazu zitiere ich „The Independent Traveller’s Guide, Edition 12“:

An Almost unspoilt paradise – simple, rural and overlooked by development. The Wild Coast is a rocky coast with remote villages, numerous rivers, waterfalls, pristine beaches, lots of open space and untouched forests. This is the place for adventure – away from the crowds. (S.100)

unser Haus in Chintsa

unser Haus in Chintsa


Dort hatten wir uns bei „Buccaneers Backpackers & Lodge“ in einen kleinen Bungalow fürs Wochenende eingemietet. Leute, das war der hammer! Langune und Strand mit Meer in direkter Nähe und vor allem: in sichtweite! Zwar hätte das Wetter durchaus etwas gnädiger mit uns sein können, denn der ganze Samstag war wolkig und windig, aber geil wars trotzdem! Geckos an den Wänden und Meerkatzen scheinbar in der Nähe, denn nachts klopften diese auf unserem Dach herum (..wurde mir erzählt. Ich selbst schlafe wie eine Tote momentan). Alles in einem Palmen-, Laubbaum- und Blüten-Panorama.

Samstag abend gingen wir in die Bar, tranken einige Shots. Selbst das war ein Erlebnis: Wer selbst mal in SA sein wird, sollte sich nicht „Baby Guiness“ oder einen „Springbock“ entgehen lassen!
Sonntag dann das Highlight schlechthin: Kostenloses Frühstück auf der Terasse des Hostels mit Meer- und Lagunenblick. Kaffe, Erdnusscreme, Marmelade, Ei, Toast, frische, sehr leckere Ananas und Orangen – schade, dass man irgendwann satt ist!

Ich denke, wir hätten uns alle dort gerne für die nächsten 10 Jahre eingemietet, sind aber dann doch gegen Mittag Richtung heimwärts gestartet. Mit dem Auto dauert die Fahrt ungefähr 4 Stunden, man fährt an der Küste, aber auch im Land Autobahn. Wenn ich nicht die ganze Fahrt über gepennt hätte, hätte ich auch eine Herde Zebras sehen können. Alles halb so tragisch, auf dem Hinweg hattten wir auch Giraffen und Zebras gesehen, ich sogar ein Nashorn! Man stumpft ab, wenn ihr wisst, was ich meine, hehe.

Seit Montag ist unsere 2-wöchige Anlern- und Einführungszeit am Start. Leider ist es noch für eine Woche so, dass eine meiner Mitbewohnerinnen und ich nicht im Praktikantenhaus wohnen können, da erst nächstes Wochenende die alten Praktikanten nach Deutschland abreisen werden. So sind wir zwei in der Wohnung einer anderen Mitarbeiterin von Masifunde untergebracht. Schuckelige kleine Wohnung in einem guten Viertel! Mir gefällts hier gut, solange ich morgens einen Kaffee trinken kann, ist sowieso alles Bestens.

Also, erste Nachricht aus dem fernen SA*, hoffentlich spannend genug, damit ihr euch überlegt, Geld zu sparen und hierher zu kommen! Nicht, um mich zu besuchen, sondern um ein ganz wunderbares Land kennen zu lernen.

*PE Port Elizabeth
*SA Südafrika

Rezept für
„Baby Guiness“: Kahlua und Amarula, jeweils 2 cl
„Springbock“: Amarula und Pfefferminzlikör, jeweils 2 cl
„Stressed Eric“: Amarula und Bananenlikör, auf 4 cl Größe


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10 Kommentare zu “„Good old Germany“ sei mir gegrüßt!”

  1. Udo,Sylvie,Til schrieb am 3. Oktober 2011 um 08:57 Uhr:

    Alle Steyers sind froh das du gut angekommen bist ,Heinz u.Lilo werden immer informiert.Wir warten auf den nächsten Beitrag und freuen uns für Dich , noch viel Spass und eine gute Zeit


  2. angie. mom schrieb am 1. Oktober 2011 um 20:38 Uhr:

    Hallo mein schatz
    Han deinen bericht gelesen. Du schreibst so gut, dass ich das gefuehl hatte,mit dabei zu sein. Ich habe es genossen. Ich werde auch weiterhin deine texte lesen. Ily mom
    Z


  3. Daniela schrieb am 30. September 2011 um 12:21 Uhr:

    Hey vielen Dank für eure Kommentare soweit! Hat mich sehr gefreut!
    ALso meine Adresse im Township lässt sich nicht googlen, hatte ich auch schon versucht! Motherwell ist ein anderes, aber sehr seeeeeehr großes Township. Es hat mehr finanzielle Unterstützung von der Regierung erhalten. Das Walmer Township ist das ärmste Township in Port Elisabeth. Das liegt daran, dass im Walmer viele PAC Mitglieder wohnen und, damals wiedersetze sich das Walmer Township der Verlegung. Steve Biko war hier arrestiert! Gerne werde ich darüber nochmal einen ausführlicheren Bericht schreiben!


  4. Robert ( PAPA ) :-) schrieb am 29. September 2011 um 08:45 Uhr:

    Hallo mein Schatz,
    Toller ersten Bericht und ich freue mich schon bald
    mit dir zu SKYPEN. 🙂
    Ich wünsche dir ganz viel spass
    und lass es dir gut geht
    Grüsse auch von allen anderen Köhler`s und Raab`s.

    Bis denne De Papa 🙂 HDL


  5. Sindy schrieb am 27. September 2011 um 18:17 Uhr:

    Hey, freut mich von dir zu hören. War schon ganz gespannt auf deinen ersten Bericht!!!


  6. Boris schrieb am 27. September 2011 um 13:50 Uhr:

    Schön, dass es dir gut geht… weiter so!!!


  7. Udo schrieb am 27. September 2011 um 13:20 Uhr:

    Hey Dani,
    ich habe mal bei Google Earth nachgeschaut, aber unter der Adresse Hani Street im walmer Township finde ich nichts.
    Das gibt es zwei Stadtteile, die diesen Straßennamen haben: Kwa Nobuhle oder Motherwell. Beide haben irgendwie tolle „Straßen“. Grins
    Wahrscheinlich sehr holprig, oder?
    Wünsche mir mehr solcher Blogs 😉
    VLG aus Old Germany
    Dein Onkelchen


  8. Amina schrieb am 27. September 2011 um 11:55 Uhr:

    „Baby Guiness“: Kahlua und Amarula, jeweils 2 cl“

    Das werde ich mal ausprobieren! 😛
    Wünsche Dir eine schöne Zeit, pass auf dich auf, viele Grüße aus OF


  9. Christoph schrieb am 27. September 2011 um 11:33 Uhr:

    Schön von dir zu hören und zu sehen wo du gelandet bist…
    Ich wünsche dir viele tolle erfahrungen und ganz viel spass…


  10. GXM schrieb am 27. September 2011 um 11:13 Uhr:

    I like!


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