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Port Elizabeth

Geografische Lage
Kontinent:Afrika
Staat:Südafrika
Provinz:Ostkap
Distrikt:Nelson Mandela Bay
Daten & Fakten
Höhenlage:0-60 m ü. NN
Fläche:1845 km²
Küste:16 km
Einwohnerzahl:1244900
Gründungsjahr:1820
Flughafen:Port Elizabeth Airport

Freddys Road trip auf der Garden Route 2017

10. Januar 2017 : | Geschrieben von

Keine andere Strecke im südlichen Afrika eignet sich so gut zum Roadtrippen wie die berühmte Garden Route, die sich von Port Elizabeth bis nach Kapstadt erstreckt.

Die knapp 770km lange Strecke lässt sich an einem Tag zurücklegen, wobei es so unmöglich ist die Schönheit dieser Strecke einzufangen. Zwar fährt man durch die meisten schönen Orte durch, die sich entlang der N2 schlängeln und sieht man auch viel von der Landschaft, jedoch gibt es viele Schönheiten, die man nicht mitnehmen kann an nur einem Tag. Ich verbrachte fünf Tage auf der Garden Route auf dem Weg von Port Elizabeth nach Kapstadt und möchte von meinen Highlights berichten. Um seine eigene Flexibilität zu wahren, empfehle ich jedem, der die Garden Route erleben will, sich ein eigenes Auto zu mieten.

Der erste Stop auf meinem Roadtrip war an der Mündung des Storms River, über der sich eine Hängebrücke befindet, von der aus man die Kanus beobachten, wie sie ihre Tour stromaufwärts starten in Richtung der wunderschönen Tsitsikamma Berge. Die Brücke befindet sich eine halbe Stunde zu Fuß entfernt vom Parkplatz, an dem sich ein provisorisches Restaurant befindet, da das ursprüngliche Restaurant erst kürzlich abgebrannt ist.

Unsere erst Übernachtung war in einem Appartement mit Pool und Aussicht über die Lagune in Knysna. Von dort aus konnten wir bei einem gemütlichen Wein die Sonne in den Bergen auf der anderen Seite der Bucht untergehen sehen. Morgens begaben wir uns dann auf die in der Lagune gelegene Insel. Zwischendurch mussten wir uns fragen, ob wir noch in Südafrika sind oder vielleicht schon in Rügen gelandet sind, denn überall waren schicke Läden, die Häuser waren weiß gestrichen und sonst war nicht viel los. Die Insel war ein Besuch wert, doch gehört nicht zu den Orten, die ich nochmal besuchen muss.

Nach unserem Aufenthalt in Knysna fuhren wir weiter nach George. Dort übernachteten wir bei Bekannten und haben wenig von der Stadt gesehen. Alles was ich über George berichten kann ist, dass es viel größer ist als erwartet.

Nach George haben wir uns erstmal von der Garden Route getrennt. Statt nach Mossel Bay zu fahren fuhren wir weiter ins Land nach Robertson. Noch nie bin ich in meinem Leben eine schönere Strecke gefahren als diese. Die Vegetation konnte sich so schnell ändern. In einem Moment fühlte man sich im tiefsten Wald, dann etwas, das so aussah wie das schottische Hochland und kurze Zeit später Wüste soweit man nur schauen kann. Es war eine wunderschöne Autofahrt auf der uns kaum Autos entgegen kamen.

Auf unserem Weg lag Oudtshoorn, eine kleine Stadt in einer schönen Gegend gelegen. Überall um Oudtshoorn herum haben wir Straußenfarmen und Schilder zum Straußenreiten gesehen. Wir dachten uns, wir bekommen so eine Gelegenheit nicht nochmal und fuhren auf eine Farm um zu reiten, nur um dann festzustellen, dass wir zu schwer sind. Um zu reiten, muss man unter 60kg wiegen und zum Sitzen unter 70kg. Enttäuscht mussten wir wieder gehen, doch bekamen noch unsere Interaktion mit Tieren in einem Tierpark, nicht weit weg von Oudtshoorn. Dort konnte man sich eine Interaktion mit einem Tier kaufen. Ein Mitreisender entschied sich für das Gepardenstreicheln und ich mich für einen Besuch bei den Lemuren, da ich einen Gepard schon im Kragga Kamma Park gestreichelt habe.

Nachdem unsere Streicheleinheit vorüber war fuhren wir in Richtung der Cango Caves, welche auch nicht weit weg von Oudtshoorn liegt. Dabei handelt es sich um ein Höhlensystem mit einer Haupthöhle in Größe eines Fußballfeldes. Sehr sehenswert auf jeden Fall! Leider hatten wir nicht die Zeit um die Adventure Tour zu machen, doch sollte man sich die Zeit nehmen. Ich hörte von anderen nur Gutes.

Auf dem letzten Stück Halbwüste Richtung Robertson trafen wir noch auf mein persönliches Highlight der Garden Route. Mitten entlang der berüchtigten Route 62 trafen wir auf Ronnie’s Sex Shop. Nein, es ist nicht das, wonach es sich anhört. Uns wurde als eine Art Restaurant beschrieben, doch unsere hungrigen Mägen mussten enttäuscht werden, denn wir fanden uns in einer Kneipe wieder mit circa 200 BHs, die von der Decke runter hingen, alle mit Namen und Datum versehen. Es war eine sehr schöne Bar, in der ich gerne mehr Zeit verbracht hätte, doch reichte unsere Planung nur für ein Bier.

An dieser Stelle merkte ich, wie wichtig es ist, Flexibilität zu wahren. Wir buchten unsere Unterkunft in Robertson schon vor unserem Trip und freuten uns auf eine schöne Unterkunft auf einer Blaubeerfarm, doch es war schon stockdunkel als wir dort ankamen und auch am nächsten Morgen sahen wir nicht viel mehr. Unser ursprünglicher Plan war es, nach der Nacht in Robertson nach Kapstadt durchzufahren, doch wollte ich noch eine richtige Nacht in einem Backpacker verbringen.

Also riefen wir ein Backpacker in Struis Bay an, welches uns vorgeschlagen wurde. Sie hatten noch eine Unterkunft frei und so trudelten wir abends in dieses wunderschöne Backpacker ein. Es gab eine Bar, einen Pool, ein paar Hunde, ein Papagei (der gebissen hat) und einen Billiardtisch. Abends gesellten wir uns zu den anderen Besuchern in den Gemeinschaftsraum, mussten allerdings feststellen, dass wir die einzigen waren, die nicht Afrikaans sprachen, allerdings hatten wir trotzdem einen sehr schönen Abend.

Das besondere an Struis Bay ist die Nähe zum südlichsten Punkt Afrikas, auch genannt Cape L’Agulhas. Ein klassisches Touristenfoto war für uns drin, allerdings gibt es dort sonst nicht viel zu besichtigen.

Dies war auch schon unser letzter Stop auf der wunderschönen Garden Route, auf Struis Bay folgten noch zwei Wochen Kapstadt, von denen ich vermutlich noch wann anders berichten werde.


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