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Port Elizabeth

Geografische Lage
Kontinent:Afrika
Staat:Südafrika
Provinz:Ostkap
Distrikt:Nelson Mandela Bay
Daten & Fakten
Höhenlage:0-60 m ü. NN
Fläche:1845 km²
Küste:16 km
Einwohnerzahl:1244900
Gründungsjahr:1820
Flughafen:Port Elizabeth Airport

Der Afcon – Party im Nelson Mandela Stadion

3. Februar 2013 : | Geschrieben von

 

Die Vuvuzela ist zurück. Ein tiefes Summen begleitet die Fangesänge im Nelson Mandela Stadion. Afrika feiert sein Fußballfest: 2013 ist Südafrika Gastgeber für den Africa Cup of Nations – kurz Afcon. Spielstätte ist unter anderem das Nelson Mandela Station in Port Elizabeth. Dort dürfen wir als Vertreter der Fußballnation Deutschland natürlich nicht fehlen.

 

Partystimmung im Stadion

Leider lief das Turnier etwas chaotisch an: Keine ausverkauften Stadien, keine Fanmassen. Zu wenig Werbung wurde im Vorfeld gemacht, bei der Ticketvergabe für das Ghanaspiel in der Vorrunde wurden einfach mal 16.000 Tickets im Verkauf „vergessen“. Tickets kann man nur in ganz bestimmten Supermärkten außerhalb der Stadt kaufen. Das Ergebnis: Leere Stadien und kaum Interesse – auch vor den Fernsehern. Doch wir lassen uns davon nicht abhalten und feiern unser eigenes Fußballfest.

 

Leider wurden nicht alle Tickets verkauft

Den Preis für die kreativsten Fans hat auf jeden Fall Ghana verdient. Im Spiel Ghana gegen die Demokratische Republik Kongo entdeckt man immer eine neue Kreation auf den Köpfen der Ghanaer. Eine Frau balanciert eine 1,5 Meter hohe Säule eingehüllt in die Nationalflagge auf dem Kopf. Ein anderer Fan trägt eine ganze Kirche als Hut. Glaube und Fußball gehen bei den Ghanaischen Fans Hand in Hand. Auch ein paar Südafrikaner haben sich darunter gemischt und machen mit ihren Fangesängen Stimmung. Zum Glück haben wir bei einem Kaizer Chiefs Spiel schon mal geübt und konnten eifrig mitsingen: „Wula, Ewuenufaluawala!“ Aber wir sind ja nicht wegen der Fans im Stadion. Wir haben beim ersten Vorrundenspiel viel von Ghana erwartet. Schafften sie es bei der WM 2010 doch immerhin bis ins Viertelfinale. Doch soweit man das als Fußballlaie sagen darf, zeigte die ghanische Nationalmannschaft nicht die volle Leistung. Am Ende reichte es nur für ein 2:2 gegen Kongo. Doch den Fans war das egal. Die standen weiter mit Trommeln am Strand und hofften auf einen Sieg. Das Anfeuern schien zu wirken. Am Samstag schaffte die ghanaische Nationalmannschaft den Einzug ins Halbfinale.

 

Ein Turm für Ghana

Die südafrikanischen Bafana Bafana hingegen schied leider nach einem verlorenen Elfmeter-Schießen gegen Mali aus. Ein trauriger Moment, der bei uns Deutschen alte Wunden wieder aufriss. Ob Italien bei der WM 2006 oder Chelsea in München 2012, wir kennen das Gefühl, so knapp vor dem Ziel zu verlieren. Samstagabend liefen die Bafana Bafana-Fans in ihren leuchtend gelben Trikots enttäuscht nach hause. Aus der Traum vom südafrikanischen Sommermärchen.

 

Nachdem Südafrika draußen ist, drücken wir nun Ghana die Daumen. Die Fans hätten es in jedem Fall verdient!


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