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Port Elizabeth

Geografische Lage
Kontinent:Afrika
Staat:Südafrika
Provinz:Ostkap
Distrikt:Nelson Mandela Bay
Daten & Fakten
Höhenlage:0-60 m ü. NN
Fläche:1845 km²
Küste:16 km
Einwohnerzahl:1244900
Gründungsjahr:1820
Flughafen:Port Elizabeth Airport

Die Welt ist voll von Tieren

25. November 2011 : | Geschrieben von

Aus aktuellem Anlass folgt nun ein Aufsatz über Tiere.

Tiere können groß oder klein sein. Dick oder dünn. Laut, leise. Bunt, schwarz, weiß, braun, weiß der Geier. Sie können schnell laufen, oder langsam, können nur kriechen, oder sogar fliegen.

Manche Tiere leben auf dem Land, im Wasser, auf den Bäumen, in Schränken, auf unserer Haut, in Matrazen. Tiere können so einiges.

Manche Tiere sind Vegetarier, andere Fleischfresser, sie können sehr selbständig ihr eigenes Futter jagen, oder parasitär sich verköstigen. Tiere sind sehr unterschiedlich.

Ein Hundewelpen ist süß, jedes Kind will eines, Katzenbabies ebenso. Solange man nicht allergisch ist. Einen Waschbär können die Einen nur verjagen, während die Anderen nur zu gerne einen besitzen möchten.

Tiere können röhren, quiecken, singen, pfeifen, bellen, schreien, schnurren, beißen. Alles schon im Fernsehen gesehen, dafür sind Tierdokus ja schließlich da.

In meiner deutschen Kindheit war es mir vergönnt, Spinnen Lieben zu lernen. Ich mag die nicht. Ich finde auch den Gedanken, dass man im Schlaf so ein Teil verschluckt, widerlich. Zum Glück schlafe ich dann!

Die Spinne hier wird gemeinhin als "Flatty" bezeichnet, da sie ganz flach ist. Ist soweit ungefährlich, solange man keine Mücke ist..

Die Spinne hier wird gemeinhin als "Flatty" bezeichnet, da sie ganz flach ist. Ist soweit ungefährlich, solange man keine Mücke ist..


Spinnen haben – wie viele? – acht?! – Beine. Eindeutig zu viele, ist mir nur recht, dass die vor Menschen Angst haben und gerne Reiß-Aus nehmen, wenn sie einen Menschen wittern. Sie sind häßlich und bewegen sich merkwürdig. Man kann ihre Gestik und Mimik nicht lesen und das macht sie in meinen Augen suspekt. Sie sind leise, schnell und unberechenbar. Sie können quasi überall warten, bis man sie auf einmal entdeckt und sich dann vor lauter Schreck fast in die Hose macht. Und das finden die dann wahrscheinlich auch noch witzig.
Klar, sie essen Mücken – die heiligen Viecher – große Klasse. Und weil sie eben so nützlich und so ungefährlich (glaub ich einfach nicht, aber gut), zudem Geschöpfe unserer Erde sind, hab ich eine stille Abmachung mit mir, meiner Angst und meinem Gewissen getroffen: Solange sie in einer Ecke unter der Decke rumhängen, Fliegen und Mücken fressen und mich nicht in einem Cocon festsetzen und auffuttern, dürfen sie bleiben. Naja, wobei. Mag keine großen, dicken, haarigen Spinnen. Finde ich so eine, muss die raus, auch wenn’s draußen schneit. Dann muss sie eben frieren. Tut mir leid, aber Regeln sind nunmal Regeln. Türsteher arbeiten ja schließlich auch so: „DU hast hier keinen Zutritt. Mir gefallen deine Turnschuhe/deine Haare/dein Gesicht nicht“ It’s all about the Oberflächlichkeit. Nur so ist das Publikum im Club gut und Daniela kann sich in ihren vier Wänden wohl fühlen.

Schlangen sind okay, Eidechsen auch, Mäuse sind süß, Ratten naja.
Vögel cool, Affen und Eichhörnchen anstregend und Elefanten und Nashörner einfach nur groß. Haie sind gefährlich, Delfinen traue ich nicht über den Weg (wollen die Weltherrschaft übernehmen), Wale sieht man selten. Es gibt da diesen Autralien Lyer Bird, der ist der Knaller. Schweine sind schlau, Pfauen schön und Flamingos pink, angeblich weil sie so viele Flusskrebse verputzen.

Ich bin in Südafrika, und an was denkt man dann? Richtig, an die Big 5. Welche war’n das jetzt nochmal? Schwarzes Nashorn, Elefant, Löwe, Kapp-Büffel, Leopard. In manchen Regionen, zufällig auch der um PE rum, lassen sich zur richtigen Jahreszeit sogar noch zwei weitere Bigs sehen, der große weiße Hai nämlich und der Southern Right Wale (der südliche rechts-Wal ??).

Ein Nashorn hatte ich ja schon auf dem Weg nach Chintsa gesehen. Direkt am zweiten Tag meines Aufenthaltes. Ganz großes Kino war das… Autobahn, ich gucke aus dem Fenster, „Oh, KRASS, ich hab ein Nashorn gesehn!!“ – „Wo?“ – „Schon vorbei..“

Erinnern wir uns, ich bin in Südafrika. Die Big 5, spitzenmäßig, muss ich mir alles noch angucken. Zudem gibt es hier noch viele andere Tiere, die Meisten kann man auch essen. Auch das ist super. Mit der richtigen Marinade ist auch eine Antilope lecker.

Zebras und Giraffen habe ich am selben Tag aus dem selben Fenster auf der selben Autobahn gesehen. Allerdings kam da bei mir gar kein Hochgefühl auf, war wahrscheinlich zu oft im Opel Zoo gewesen. Mich hätten die Zebras wohl eher vom Hocker gehaun, wärn sie gelb-pink gestreift gewesen.
Gut, kann alles noch werden. Bin da guter Hoffungen.

Pinguine gibt’s hier auch, leider auch noch keinen gesehen. Kommt also auch noch.

Ja, und was hab ich denn überhaupt gesehen?!?!?!

Kakerlake - Iphela auf isiXhosa genannt. Übrigens war dieses Exemplar daumenlang und kroch die Wand an meinem Bett entlang

Kakerlake - Iphela auf isiXhosa genannt. Übrigens war dieses Exemplar daumenlang und kroch die Wand an meinem Bett entlang


Tja, Spinnen, das steht fest. Und … Kakerlaken … Sind uns ein steter Untermieter, zahlen aber nix, Schmarotzer! Oder kommen die nur zu Besuch?! Große und kleine. Pfui, Pfui, Pfui, Leute. Aber: Man gewöhnt sich dran. Es gibt Tage, da sieht man keine Einzige und dann gibt’s wieder Tage … noch und nöcher sag ich nur. Irgendwann, so vor drei Wochen, wars dann soweit, uns wars zu doof. Also haben wir uns ein Mitel gegen die kleinen Gesellen geholt. Ist von der Marke „Effekto“ und wirkt auch effekto, aber oho! Seitdem gibt hier an machen Morgenden kleine Überraschungen auf dem Boden: Klein, braun, auf dem Rücken liegend, mit angewinkelten Beinchen. Vielleicht noch am Zappeln aber bereit zum Abtransport in die Toilette.
Nur eine tote Kakerlake ist eine gute Kakerlake

Nur eine tote Kakerlake ist eine gute Kakerlake


Unsere Methode nämlich, Kakerlaken zu eleminieren, ist filmreif und die einzelnen Akteuere sind auf ihre Position geschult und der Ablauf funktioniert reibungslos! Oftmals entdecke ich die Kakerlaken und schlage dann direkt Alarm. Mitbewohner 1 wird aktivert, und kommt dazu. Wenn Mitbewohner 2 in der Nähe ist, dann sie auch. Gemeinsam wird kurz geguckt und betrachtet, Untergrund, Größe und Ekelhaftigkeit des Tieres festgestellt. Wenn mein Akku aufgeladen ist, mache ich noch schnell ein Foto. Einer füllt den Wasserkocher und stellt diesen an. Der Andere macht den Klodeckel hoch. Währenddessen holt sich Mitbewohner 1 einen kleinen Becher und ein Stück Pappe und fängt das Vieh ein. Das sagt sich jetzt so leicht, aber die Dinger sind schnell und eben eklig. Ich finde das unglaublich mutig und tapfer und großartig. Ich lobe auch immer und feuere an.. aus sicherer Entfernung. Kocht das Wasser, wird der Wasserkocher geholt, das Vieh ins Klo geworfen und weil diese Tierchen so hartgesotten sind, wird das kochende Wasser drüber geschüttet und dann schnell abgespült. Meist muss man zweimal spülen. Wie gesagt, hart im Nehmen. Wenn Mitbewohner 3 dabei ist, übernimmt er auch gerne die Rolle des Jägers und Sammlers.
Man gewöhnt sich an Alles. Zwar ekle ich mich immernoch, aber ich kann nachts ruhig in meinem Bett schlafen (wichtig, denn die 9 Stunden über muss alles glatt laufen). Bin ja auch gut aufgehoben, meine Mitbewohner sind wahre Helden, tapfer und mutig. Ich putze dafür das Bad. Hehe.

Schnecke hängt rum

Schnecke hängt rum


Ansonsten sind die Tierchen hier eigentlich ganz angenehm. Schnecken kriechen gerne die Wände hoch, leider sterben sie dann irgendwo an der Mauer. Geckos und Salamander bevölkern regelrecht die Hauswände, überall flitzen die kleinen putzigen Echsen entlang. Ab und an hab ich auch welche im Zimmer, aber sie stehen bei mir unter Verdacht, auf mein Kopfkissen zu machen..
Ziegen sonntag morgens im Township

Ziegen sonntag morgens im Township


Ziegen und Hunde und Hühner und Esel laufen hier im Township frei herum, das hatte ich – glaube ich – schonmal erwähnt. Ich finde das immer wieder total witzig! Die Hühner haben momentan Küken, goldig. Und endlich, auf einmal sehe ich sie überall – Katzen!
Vogel

Vogel


Die Vogelwelt ist hier etwas exotischer als in Deutschland. Hier gibt es echt witzige Vögel, die schräge Sounds von sich geben, von denen die Meisten hier genervt sind. Man sieht sie oft am Himmel fliegen, ebenso auch gerne in Garten und an Straßenrändern sitzen. Ich mag diese Teile gerne, das Gefieder ist meist grau, aber schimmert lila und grün im Licht. Fein fein. Bei aller Exotik hab ich hier aber auch schon Amseln und Spatzen gesehen. Oh und Tauben auch! Die machen hier doch tatsächlich das Gleiche wie in Deutschland: Laufen rum, gurren und picken Dinge auf. Nur kommen sie hier nicht in dieser unglaublichen Fülle vor wie in Frankfurt zum Beispiel.

Und wenn ich jetzt schon gerade das F-Wort erwähne: Einen dicken Gruß nach Frankfurt, Offenbach, Karben, Rendel, Kloppenheim, Bad Vilbel, Köln und überhaupt nach Deutschland, aber auch nach Texas und nach Californien!


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3 Kommentare zu “Die Welt ist voll von Tieren”

  1. sindy schrieb am 30. November 2011 um 08:33 Uhr:

    Soll natürlich mom heißen und nicht moment


  2. sindy schrieb am 30. November 2011 um 08:32 Uhr:

    Hey
    da muss ich deiner moment wirklich recht geben. Du hast eine super witzige art zu schreiben. Liebe grüße aus frankfurt zu dir zurück 🙂


  3. angie. mom schrieb am 28. November 2011 um 06:12 Uhr:

    Liebe Tochter
    Ich habe mir vor lauter lachen fast..na ja du weisst schon…
    Einfach witztig wie du so schreibst…
    Es ist gut von dir zu hoeren/lesen…
    Gruesse aus Tx and Ca.


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