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Port Elizabeth

Geografische Lage
Kontinent:Afrika
Staat:Südafrika
Provinz:Ostkap
Distrikt:Nelson Mandela Bay
Daten & Fakten
Höhenlage:0-60 m ü. NN
Fläche:1845 km²
Küste:16 km
Einwohnerzahl:1244900
Gründungsjahr:1820
Flughafen:Port Elizabeth Airport

Danielas Lerndienst in Südafrika

10. Juli 2011 : | Geschrieben von

Me


Ich stelle mich kurz vor: Mein Name ist Daniela Köhler und vor (fast) 29 Jahren bin ich im schönen Frankfurt geboren, habe dort das Abitur bestanden und an der Goethe Uni letzten November meinen Magistra gemacht.

Die Fächerwahl nannten viele „exotisch“: Hauptfach Historische Ethnologie mit den Nebenfächern Psychoanalyse und Orientalistik. Nun, die Einzige war ich nicht, die solche Fächer studierte, aber viele studieren sicherlich mainstream-iger.

Im Grundstudium besuchte ich in Ethnologie ein Seminar bei einer wirklich tollen und kompetenten Professorin. Es ist möglich, dass ich den Titel des Seminares nicht mehr erinnere, allerdings habe ich bis heute, und das ist nun schon rund 7 Jahre her, nicht vergessen, dass die Professorin uns erzählte, dass sie damals nach Abschluss ihres Studiums noch den Plan hatte, sich in der Entwicklungshilfe zu engagieren, doch nach einigen Erfahrungen legte sie diesen Plan zur Seite und begann ihre Hochschulkarriere. Der Grund war wohl eine Art von Desillusion, die sie erfuhr. Entwicklungshilfe ist nicht einfach Menschen helfen. Man kann nicht einfach Umstände ändern, einen Staatschef absetzen, auch wenn er für Armut und Elend verantwortlich zu sein scheint. Viele Projekte der Entwicklungshilfe schlagen fehl und auf lange Sicht bringen sie keine oder kaum Besserung. Man sucht nach Gründen, analysiert, viele Menschen zerbrechen sich ihre Köpfe, während viele Menschen derweil an der Armut zu Grunde gehen. Und bei Allem ist es noch immer so schwer, Armut überhaupt richtig zu erfassen und zu messen!
Es gab in der Geschichte der Entwicklungshilfe verschiedene Ansätze, „Hilfe zur Selbsthilfe“ ist aktuell. Doch wissen wir auch alle, dass dadurch die Armut in den nächsten 3 Jahrzehnten nicht verschwinden wird.

Die Worte meiner Professorin haben mich nie verlassen, sie hallten in meinem Kopf und bringen mich bis heute zum Nachdenken. Ich habe zu keinem Zeitpunkt ihre Glaubwürdigkeit angezweifelt.

Doch bin ich nun trotzdem auf dem Weg, meine ersten Erfahrungen in der Entwicklungshilfe zu machen. Ich muss aber ausdrücklich sagen, dass es sich bei meinem Freiwilligenjahr in Südafrika noch nicht um einen Dienst in der Entwicklungshilfe handelt. Mein Freiwilligendienst muss als ein Lernprozess verstanden werden. Interkultureller Austausch, Toleranz und globale Zusammenhänge seien nur stichwortartig erwähnt.

Meine erste große Verpflichtung beginnt morgen: Es geht nach Bad Breisig zum Vorbereitungsseminar. In den nächsten neun Tagen werden wir intensiv auf unseren Einsatz in Südafrika vorbereitet. Morgens vor den Seminaren wird wohl Yoga angeboten, um in den Seminaren fit und fidel zu sein für all die vielen verschiedenen Spezialisten, natürlich auch Leute aus Südafrika, die uns informieren,schulen und trainieren und auch motivieren werden.

Ich bin sehr gespannt auf die kommenden Tage, vor allem natürlich auch, weil ich dort meine 3 Kollegen kennen lernen werde. Es sind diese, die ebenfalls von Masifunde auserwählt wurden für ein Praktikum in Port Elizabeth. Jeder von uns hat seine Aufgabenbereiche, so bin ich für den Homework Club zuständig.


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