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Port Elizabeth

Geografische Lage
Kontinent:Afrika
Staat:Südafrika
Provinz:Ostkap
Distrikt:Nelson Mandela Bay
Daten & Fakten
Höhenlage:0-60 m ü. NN
Fläche:1845 km²
Küste:16 km
Einwohnerzahl:1244900
Gründungsjahr:1820
Flughafen:Port Elizabeth Airport

Beachcleaning!

8. März 2012 : | Geschrieben von

Der Strand entpuppte sich als Müllsammler-Paradies :(

Der Strand entpuppte sich als Müllsammler-Paradies 🙁


Letztlich waren wir mit den Kindern am Strand und haben in Rahmen eines Aktionstags einen Strandabschnitt aufgeräumt.
Es fand am Samstag vor einer Woche statt und nannte sich „Beachcleaning“.
Mit den „Learn4Life!“ Gruppen der Altersstufe Klasse vier und Klasse sechs, um die 25 Kinder Kinder, rückten wir dem Müll am Pollock Beach an die Pelle.
Dies alles organisierte sich durch die Zusammenarbeit mit der Nelson Mandela Metropolitan University Port Elisabeth.
Kaum am Strand angekommen, wurden erst einmal Schuhe ausgezogen und auf einen riiiiesen Haufen zusammen geschmissen. Im Kreis versammelt gab eine Studentin des Fachbereichs Meeresbiologie den Kindern eine Einführung in das marine Leben, aber ebenso in das Küstenland. Schön eingebunden wurde das Thema Umweltverschmutzung, Globale Erderwärmung (waaas daaas??) und Versauerung der Meere. Ich hätt’s nich besser machen können. 😉

Sandburg!

Sandburg!


Die erste Aktion für die Kinder war es, sich in Vierergruppen zu formieren und innerhalb einer halben Stunde am Strand eine Sandburg zu bauen.
Spannende Sache! Nach sehr kurzer Zeit war den Kindern klar, dass ihre Burg, soll sie denn mehrere Jahrhunderte nun stehen, einige Kriterien erfüllen muss: Schutzwälle oder Wassergräben gegen das herandrängende Wasser, hooooch am besten, und Steine und Muscheln zur Unterstützung des Gemäuers sind von Vorteil. Die Wellen haben natürlich nicht auf sich warten lassen und die Burgen kamen alle in den Genuss, ihre Standhaftigkeit zu beweisen, wenn nicht, wurde mit einem riesen Büttel Wasser nachgeholfen.
Auf diesem Wege wurde den Kids vorgeführt, wie wichtig Dünen und Schutzwälle an der Küstenlinie sind. Sie schützen den Menschen in seinem Habitat. Doch damit Dünen exisiteren können, darf der Mehsch nicht einfach in und auf ihnen lustwandeln, noch sollte er jede schöne Muschel und Steine aufheben und mitnehmen. Diese sorgen dafür, dass neue Dünen entstehen können und darüber hinaus sind diese Steine und Muscheln der Strand von Morgen, dadurch, dass sie erodieren…
Wär hätte das gedacht: Man findet außer Müll auch tatsächlich Fische am Strand!

Wär hätte das gedacht: Man findet außer Müll auch tatsächlich Fische am Strand!


Im Anschluss an die Burgenbesichtigung folgte der Hauptpart: Das Aufräumen. Den Kindern war nun die Dringlichgkeit einer sauberen Natur erklärt worden, nun sollten sie selbst Verantwortung übernehmen und sich aber auch mal reinziehen, was Mensche an einem so schönen Starnd alles rumfliegen lassen!
In Zweiergruppen organisiert gings mit großem Müllsack los. Únfassbar, was da so alles aufgesammelt und angeschleppt wurde! Meine Beobachtung war, dass Zigarettenstummel, Glasscherben und Styropor am Häufigsten anzutreffen waren. Fahradschlauch, Eisengitter und ein Beutel mit Geld wurden stolz präsentiert, von uns Betreuern aber mit recht fassungslosem Blick aufgenommen.
Raus aus den Klamotten, rein ins Wasser!

Raus aus den Klamotten, rein ins Wasser!

Es war ein wahnsinnig sonniger Tag, nennt sich heiß, und schnell war das Gerücht gestreut, die Kinder könnten nach erledigter Naturbereinigung einen kleinen Sprung ins Wasser machen. Wollten wir Betreuer nicht, passierte aber trotzdem. SO schnell konnten wir gar nicht gucken, da flogen die Hosen und die T-Shirts, und die Kids sprangen schon Knietief in den Ozean.

HAHAAA! Die Bösewichter: Blue Bottles! Wobei diese hier vertrocknet und ungefährlich waren...

HAHAAA! Die Bösewichter: Blue Bottles! Wobei diese hier vertrocknet und ungefährlich waren...


Krokodilstränen...

Krokodilstränen...


Aber alles nur halb so schlimm, schon nach wenigen Minuten sprangen die ersten Kinder entsetzt aus dem Wasser. Die Blue Bottles hatten zugeschlagen und am Ende war jedes Kind betroffen. Was ein Bild! Fast die ganze Meute am Flennen und lamentieren. Dramatik des Alltages! Blue Bottles sind quallenartige Meeresbewohner, die einen blauen Schweif haben, der fiese Stacheln besitzt, die sich ins Fleisch bohren. Dieser Schweif wickelt sich richtig schön um das, was er zu fassen bekommt: Bein, Fuß, Arm, Bauch, dem ganz egal. Und es brennt, und es juckt, und es schwillt an. Und ungefährlich ist das auch nicht.
Mampf!

Mampf!


Naja, also alle Mann unter die Dusche! Danach gabs dann auf den Schrecken erstmal Hot-Dogs, Bananen, Äpfel und Dounuts.
Nach diesem Schmaus dann war auch schon fast alles wieder vergessen. Nur Mfana, unser Fahrer, fand es nicht witzig, 25 durchnässte Kinder in seinen Bus einzuladen. Kurze Standpauke, dann wurden die restlichen Müllsäcke als Polsterschutz umfunktioniert und ab ging’s – nach Hause.
Und ich? Erstmal eine Zigarette rauchen!
Und ich hab einen schönen Stein am Strand gefunden. 🙂

Die paar Stunden, die der Ausflug dauerte gingen schnell rum, es war toll zu sehen, wie engagiert die Kids sind. Auch wenn das kleine Blue Bottle- Fiasko einen bitteren Beigeschmack lieferte, sie freuten sich durch die Bank alle Kinder sehr auf den Tag und genossen ihn auch. Es ist nicht selbstverständlich für sie, an den Strand zu fahren und im Meer baden zu können. Denn der Transport dahin muss erstmal stehen. Mit dem Auto ist man in 15 Minuten dort, wenn man eines hat. Wenn nicht, dann muss man mit dem Taxi drei mal umsteigen und es dauert ungefähr 45 Minuten. Wenn man das Geld hat, um mit einem Taxi fahren zu können…


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Ein Kommentar zu “Beachcleaning!”

  1. Udo Köhler schrieb am 9. März 2012 um 07:59 Uhr:

    Eine tolle Aktion. Das sollte Schule machen, auch an Stränden in anderen Ländern. Wobei dort auch einige Politiker beim aufräumen beiwohnen sollten! VLG aus Hattersheim


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